Was macht einen guten Coach aus?

Kontext

Ein Coach unterstützt Menschen und Organisationen darin, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder eine Lösung für ein Problem zu finden. Auch die persönliche Weiterentwicklung, Verhaltensänderung und Potentialentfaltung sind beliebte Coaching Themen. Das Angebot an Beratern ist gross.

Bei der Auswahl eines Coaches ist Menschenkenntnis gefragt. Die Vorgehensweise vor Auftragserteilung und Vertrauen zum potenziellen Coach sollten nicht ausser Acht gelassen werden. Ob ein Coaching erfolgreich war, zeigt sich meist erst im Endergebnis.

Wesentliche Erkenntnisse

Wer sich coachen lässt, sollte grundsätzlich eine Bereitschaft zur Veränderung mitbringen. Die während eines Coachings eingesetzten Modelle und Methoden sollten immer auch zeitnah in die Praxis umgesetzt werden, damit das Coaching erfolgreich greift.

1. Ziele festlegen

Für ein erfolgreiches Coaching sind Ziele zwingend notwendig. Legen sie fest, welche Ziele und Ergebnisse mit dem Coaching erreicht werden sollen. Auch sollte definiert sein, wann ein Ziel erreicht ist und wie dies gemessen wird.

2. Partnerschaftlicher Umgang

Eine weitere wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie ein respektvoller Umgang zwischen Coach und den Auftraggebenden. Vor diesem Hintergrund sind auch die Vor- und Nachteile eines internen oder externen Coaches abzuwägen.

Ein interner Coach kennt die Abläufe des Unternehmens und kostet nichts. Allerdings ist es fraglich, ob ausreichend Vertrauen vorhanden ist, damit die am Prozess beteiligten Personen sich ihrem Coach öffnen und vertrauliche Dinge mitteilen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Unternehmen für einen externen Coach. Auch mit ihm kann ein intensives Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Ein Coach ist als Sparringspartner zu sehen, der den Auftraggebenden beim Erreichen seiner Ziele unterstützt, und dabei als gleichwertiger Partner auftritt.

3. Ergebnisorientiert

Ein Coaching sollte immer ergebnisorientiert sein, und dazu muss festgelegt werden, wie die Ergebnisse gemessen werden können. Um Ergebnisse definieren zu können, sollte man vorab klären, welche Bedürfnisse der Auftraggebende hat und welchen Nutzen er aus dem Coaching ziehen möchte? Ein Coaching-Prozess muss permanent analysiert werden: Sind Veränderungen zu erkennen? Konnten Ergebnisse aus dem Coaching-Prozesses umgesetzt werden?

Diese schrittweise Vorgehensweise und das Erkennen von regelmässigen Ergebnissen sind für den Coach und die am Prozess Beteiligten kleine Erfolgserlebnisse, die zum Weitermachen motivieren. Auch die Ergebnisse sollten bewertet und analysiert werden.

4. Gegenseitiges Lernen

Da durch ein Coaching Personen weiterentwickelt und Verhaltensweisen verändert werden sollen, sind Veränderungswille und Lernbereitschaft massgeblich für ein erfolgreiches Coaching. Dies gilt für beide Seiten. Um sich zu verändern und zu lernen, bedarf es eines Feedbacks. Ohne Feedback macht kein Coaching Sinn.

5. Praxisrelevanz

Die Früchte eines erfolgreichen Coachings sind klar umsetzbare und formulierte Vorgehensweisen und Ideen. Während eines Coachings sind Herausforderungen von Unternehmen oder Personen erkennbar, die bearbeitet werden sollten. Dazu werden im beruflichen Alltag Maßnahmen festgelegt, die innerhalb einer gewissen Zeit umgesetzt werden müssen.

Für eine schrittweise Verbesserung der Fähigkeiten und Verhaltensweisen müssen die Ergebnisse, die im Laufe des Coachings wie auch in der Praxis erzielt wurden, regelmäßig reflektiert und beleuchtet werden. Auch nach einem Coaching hört dies nicht auf; der Lernprozess sollte möglichst fortlaufend sein.

Persönliches

Meine Erfahrung ist, dass insbesondere Softfaktoren zum Erfolg oder Misserfolg von Coachingprozessen beitragen. Ein vertrauensvolles Miteinander und eine menschliche Grundsympathie sind wichtig, um die notwendige Offenheit gegenüber den zu bearbeitenden Problemstellungen zu erreichen.

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LiteraturnachweisLösungsorientiertes Coaching
Jörg Middendorf
ISBN 978-3-658-25796-5

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